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Kalte Progression: Warum Ihre Gehaltserhöhung weniger bringt als gedacht

1 Min. Lesezeit

Eine Gehaltserhöhung bedeutet nicht automatisch mehr Netto. Die kalte Progression frisst einen Teil auf – so funktioniert sie.

Was ist die kalte Progression?

Die kalte Progression entsteht, wenn eine Gehaltserhöhung lediglich die Inflation ausgleicht, Sie aber trotzdem in einen höheren Steuertarif rutschen. Das Ergebnis: Ihr reales Netto steigt kaum oder sinkt sogar.

Beispiel: 3% Gehaltserhöhung bei 3% Inflation

Angenommen, Sie verdienen 3.500 € brutto und bekommen 3% mehr:

  • Neues Brutto: 3.605 € (+105 €)
  • Netto-Zuwachs: ca. 55 € (statt 105 €)
  • Inflation frisst: ca. 105 € Kaufkraft
  • Realer Netto-Verlust: ca. −50 €

Die Differenz zwischen Brutto-Zuwachs und Netto-Zuwachs ist die kalte Progression.

Was tut der Staat dagegen?

Die Bundesregierung passt den Einkommensteuer-Tarif regelmäßig an, um die kalte Progression auszugleichen:

  • Grundfreibetrag wird erhöht (2025: 12.096 €, 2026: 12.348 €)
  • Tarifeckwerte werden nach oben verschoben
  • Progressionsbericht alle 2 Jahre

Trotzdem wird die kalte Progression nie vollständig ausgeglichen – ein Teil bleibt immer bestehen.

Tipp: Netto-Zuwachs vorher berechnen

Bevor Sie eine Gehaltserhöhung verhandeln, prüfen Sie den tatsächlichen Netto-Zuwachs mit unserem Gehaltserhöhungs-Rechner. So wissen Sie genau, was bei Ihnen ankommt.

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