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Steuer 1 Min. Lesezeit Stand:

Kalte Progression: Warum Ihre Gehaltserhöhung weniger bringt als gedacht

Eine Gehaltserhöhung bedeutet nicht automatisch mehr Netto. Die kalte Progression frisst einen Teil auf – so funktioniert sie.

Nettivo Redaktion

Zuletzt geprüft

01.09.2025

Was ist die kalte Progression?

Die kalte Progression entsteht, wenn eine Gehaltserhöhung lediglich die Inflation ausgleicht, Sie aber trotzdem in einen höheren Steuertarif rutschen. Das Ergebnis: Ihr reales Netto steigt kaum oder sinkt sogar.

Beispiel: 3% Gehaltserhöhung bei 3% Inflation

Angenommen, Sie verdienen 3.500 € brutto und bekommen 3% mehr:

  • Neues Brutto: 3.605 € (+105 €)
  • Netto-Zuwachs: ca. 55 € (statt 105 €)
  • Inflation frisst: ca. 105 € Kaufkraft
  • Realer Netto-Verlust: ca. −50 €

Die Differenz zwischen Brutto-Zuwachs und Netto-Zuwachs ist die kalte Progression.

Was tut der Staat dagegen?

Die Bundesregierung passt den Einkommensteuer-Tarif regelmäßig an, um die kalte Progression auszugleichen:

  • Grundfreibetrag wird erhöht (2025: 12.096 €, 2026: 12.348 €)
  • Tarifeckwerte werden nach oben verschoben
  • Progressionsbericht alle 2 Jahre

Trotzdem wird die kalte Progression nie vollständig ausgeglichen – ein Teil bleibt immer bestehen.

Tipp: Netto-Zuwachs vorher berechnen

Bevor Sie eine Gehaltserhöhung verhandeln, prüfen Sie den tatsächlichen Netto-Zuwachs mit unserem Gehaltserhöhungs-Rechner. So wissen Sie genau, was bei Ihnen ankommt.

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