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Grundlagen 6 Min. Lesezeit Stand:

Brutto vs. Netto

Im Vertrag steht das Brutto, auf dem Konto landet das Netto. Dazwischen liegen Lohnsteuer und vier Sozialversicherungen – hier steht, welche das sind und wie viel sie kosten.

Nettivo Redaktion

Fachlich geprüft · Stand Januar 2026

Der Unterschied

Brutto

  • Der Betrag, der im Arbeitsvertrag steht
  • Verhandlungsbasis mit dem Arbeitgeber
  • Grundlage für deine Rentenansprüche
  • Basis für alle Sozialversicherungsbeiträge

Vor allen Abzügen.

Netto

  • Der Betrag, der auf dem Konto ankommt
  • Dein tatsächlich verfügbares Einkommen
  • Nach Steuern und Sozialabgaben
  • Die Zahl für deine Haushaltsplanung

Rund 60 bis 70 % vom Brutto.

Was wird abgezogen?

Die Lohnsteuer richtet sich nach deinem Einkommen und deiner Steuerklasse, die Sozialabgaben sind feste Prozentsätze – allerdings nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze.

Abzüge vom Bruttogehalt
PostenDein AnteilWonach es sich richtet
Lohnsteuer 14–45 % Progressiv nach Einkommen
Rentenversicherung 9,3 % Bis 8.450 € im Monat
Krankenversicherung ca. 8 % 7,3 % plus halber Zusatzbeitrag
Pflegeversicherung 1,8–2,4 % Höher für Kinderlose ab 23
Arbeitslosenversicherung 1,3 % Bis 8.450 € im Monat
Dazu kommen Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer – beide berechnen sich aus der Lohnsteuer, nicht aus dem Brutto.

Rechenbeispiel

3.000 € brutto, Steuerklasse I, gesetzlich versichert, 30 Jahre
PostenBetrag
Bruttogehalt 3.000,00 €
Lohnsteuer inkl. Soli − 280 €
Sozialabgaben − 653 €
Nettogehalt 2.067 €
Näherung nach den Sätzen 2026. Der Brutto-Netto-Rechner weist jeden Posten auf den Cent aus.

Was du dir merken solltest

Häufige Fragen

Wie viel Netto bleibt von meinem Brutto?

Je nach Steuerklasse und Einkommen bleiben rund 60 bis 70 % übrig. Bei 3.500 € brutto in Steuerklasse I sind es etwa 2.349 € – also gut 67 %. Mit steigendem Einkommen sinkt der Anteil, weil der Steuersatz progressiv wächst.

Warum bleibt von einer Gehaltserhöhung so wenig übrig?

Weil jeder zusätzliche Euro mit dem Grenzsteuersatz belastet wird, nicht mit dem Durchschnittssatz. Dazu kommen Sozialabgaben, die bis zur Beitragsbemessungsgrenze proportional mitsteigen. Von einer Erhöhung kommen deshalb oft nur rund 55 % netto an.

Sind Sozialabgaben verlorenes Geld?

Nein. Sie sind Beiträge, keine Steuern: Die Rentenversicherung baut deinen Anspruch auf, die Krankenversicherung zahlt Behandlungen, die Arbeitslosenversicherung sichert dich bei Jobverlust ab. Nur die Lohnsteuer fließt ohne direkte Gegenleistung an den Staat.

Was kostet mein Brutto den Arbeitgeber?

Rund 20 % mehr. Der Arbeitgeber zahlt die gleichen Anteile zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung wie du, dazu Umlagen für Lohnfortzahlung und Insolvenzgeld. Aus 3.000 € brutto werden so etwa 3.600 € Gesamtkosten.

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