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Brutto oder netto – der Verlust ist derselbe
Das Vergleichsjahr muss nach dem Ausgangsjahr liegen.
Was hätte dazukommen müssen
Die Balken zeigen den Aufschlag, der in jedem Jahr nötig gewesen wäre, um die Kaufkraft von 3.000 € aus 2020 zu halten – darunter das Gehalt, das daraus geworden wäre.
Inflationsraten in Deutschland
| Jahr | Inflationsrate | Kumuliert ab 2020 | Einordnung |
|---|---|---|---|
| 2020 | 0,5 % | – | im Zielbereich |
| 2021 | 3,1 % | 3,1 % | erhöht |
| 2022 | 6,9 % | 10,2 % | stark erhöht |
| 2023 | 5,9 % | 16,7 % | stark erhöht |
| 2024 | 2,2 % | 19,3 % | leicht über Ziel |
| 2025 | 2,5 % | 22,3 % | leicht über Ziel |
| 2026 | 2,0 % | 24,7 % | Prognose |
Verbraucherpreisindex, Jahresdurchschnitt. Der Zielbereich der Europäischen Zentralbank liegt bei 2 Prozent. Werte ab 2026 sind Prognosen.
Ist der Kaufkraftverlust ein Argument in der Gehaltsverhandlung?
Er ist ein sachliches Argument, aber kein Anspruch. Arbeitgeber sind nicht verpflichtet, die Inflation auszugleichen – außer ein Tarifvertrag sieht es vor. Die Zahl hilft trotzdem, weil sie die Forderung begründet statt sie zu behaupten.
Warum reicht ein Ausgleich in Höhe der Inflation nicht ganz?
Weil eine Bruttoerhöhung netto nur zur Hälfte ankommt: Steuern und Sozialabgaben greifen auf den Mehrbetrag zu. Wer die Kaufkraft wirklich halten will, muss die nötige Bruttoerhöhung entsprechend höher ansetzen.
Welche Inflationsrate wird hier gerechnet?
Der Verbraucherpreisindex für Deutschland, Jahresdurchschnitt. Die Raten werden multiplikativ verkettet, nicht addiert – 3 Prozent auf 3 Prozent ergeben 6,09 Prozent, nicht 6 Prozent.
Gilt die Rate für meinen persönlichen Warenkorb?
Nur ungefähr. Der Index beschreibt einen Durchschnittshaushalt. Wer viel Miete zahlt oder viel pendelt, spürt eine andere Rate als jemand mit abbezahltem Eigenheim.