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Morgen im Bundestag: GKV‑Reform – was für Beiträge, Zuzahlungen und Zahnersatz geplant ist

2 Min. Lesezeit

Am Freitag, 10. Juli 2026, steht die GKV‑Beitragssatzstabilisierung im Bundestag zur Abstimmung. Geplant sind u. a. höhere Zuzahlungen (+50 %), eine um 300 € erhöhte Beitragsbemessungsgrenze und geringere Festzuschüsse beim Zahnersatz (−10 %). Wir erklären die wichtigsten Punkte – und aktualisieren nach der Entscheidung.

Update 12. Juli 2026: Bundestag und Bundesrat haben die GKV‑Reform beschlossen. Die finalen Punkte und Stichtage: GKV‑Reform beschlossen – Zuzahlungen, Bemessungsgrenze, Zahnersatz

🗳️ Abstimmung am 10. Juli 2026: Der Bundestag berät und entscheidet über das GKV‑Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Ziel: Beiträge stabil halten, Ausgaben begrenzen. Hier die wichtigsten Punkte – endgültig ist es erst nach Beschluss.

Die wichtigsten geplanten Änderungen

  • Zuzahlungen: seit 2004 unverändert – nun einmalige Erhöhung um 50 %.
  • Beitragsbemessungsgrenze (GKV): einmalig +300 € pro Monat.
  • Zahnersatz: Festzuschüsse −10 % (Rückkehr auf Niveau vor 2020).
  • Arzneimittel: zusätzlicher Herstellerabschlag; Apothekenrabatt wird erhöht.
  • Krankenkassen: Begrenzung von Vergütungen für Führungskräfte sowie Ausgaben für Verwaltung und Werbung.
  • Leistungskatalog: Kosten für homöopathische Arzneimittel und Cannabis‑Blüten werden nicht mehr erstattet.
  • Familienversicherung: bleibt im Kern erhalten; bestimmte Gruppen weiterhin beitragsfrei versichert (u. a. Kinder, Eltern mit Kindern < 7 J., Pflege von Angehörigen, Rentner über Regelaltersgrenze mit Pflege etc.).

Hinweis: Details können sich im parlamentarischen Verfahren noch ändern. Die endgültige Fassung zählt.

Was bedeutet das für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer?

  • Verdienen über der (neuen) Beitragsbemessungsgrenze: Mehr Brutto ist stärker beitragspflichtig – mögliche Mehrbelastung.
  • Zuzahlungsgrenzen steigen – wer häufig Medikamente/Therapien nutzt, zahlt tendenziell mehr. Härtefall‑ und Befreiungsregeln bleiben bestehen (1 %/2 % vom Bruttoeinkommen).
  • Zahnersatz wird teurer, da der Kassenanteil geringer ist.

Zeitplan und Nächste Schritte

  • Bundestag: 10. Juli 2026 – Endabstimmung (Tagesordnung bestätigt).
  • Bundesrat: gleichentags Sitzung vor der Sommerpause geplant.
  • Inkrafttreten: staffelweise/zu Stichtagen laut endgültigem Gesetz.

Wir aktualisieren diesen Artikel nach der Abstimmung mit den beschlossenen Eckpunkten und Stichtagen.

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